Holzgas Heizkraftwerk Senden – HGA Senden

Im Heizkraftwerk in Senden wird Holzgas aus nachwachsenden Rohstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Wesentlicher Vorteil der Holzgastechnologie ist der deutlich höhere elektrische Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Biomasseheizkraftwerken. Das Sendener Heizkraftwerk ist das erste Holzvergasungskraftwerk in einer praxisrelevanten Größe für die dezentrale Energieversorgung.

Damit rundet Blue Energy ihr Portfolio mit einer hochwertig gebauten und im Grunde neuwertigen Anlage ab. Blue Energy Europe treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien stetig voran. Die Nutzung der Biomasse gewinnt weltweit zunehmend an Bedeutung. Die Umsetzung zukunftsfähiger und hocheffizienter Technologie sichert hierbei eine langfristig wettbewerbsfähige Eigenerzeugung in der Region. Im Heizkraftwerk in Senden wird Holzgas aus nachwachsenden Rohstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Wesentlicher Vorteil der Holzgastechnologie ist der deutlich höhere elektrische Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Biomasseheizkraftwerken. Holzgas Heizkraftwerk Senden – HGA Senden – Blue Energy Europe.

Am Standort Senden werden rund 34 Millionen Kilowattstunden Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Des weiteren werden 41 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr erzeugt und langfristig in das Fernwärmenetz der SWU Stadtwerke Ulm Neu-Neu eingespeist.

Motivation und zentrale Fragestellung

Durch die thermochemische Biomassevergasung (kurz: Biomassevergasung) wird feste Biomasse CO2-neutral in ein brennbares Gas umgewandelt. Mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung werden über die Verbrennung des Holzgases in speziell adaptierten BHKW-Motoren sehr hohe Gesamtwirkungsgrade erreicht. Deshalb ist die Biomassevergasung heute eine Schlüsseltechnologie für die sinnvolle, dezentrale Energieerzeugung. Bereits seit 1867 war diese Technologie ein Grundstein für die weltweite industrielle Entwicklung. Sie stellt einen wichtigen Baustein jeder Energiewende dar – gestern, heute und auch in Zukunft.

 

Das Verfahren der HGA Senden

Bei dem hier eingesetzten Verfahren werden rund 45.000 Tonnen unbehandeltes Holz unter hohen Temperaturen verschwelt. Bei der Verschwelung zerfällt das Holz und es entsteht der eigentliche Brennstoff für das Heizkraftwerk: Holzgas. Diese Gase werden verbrannt und mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt die Blue Energy Syngas GmbH über zwei Gasmotoren und einen ORC-Prozess Strom und Wärme.

Der überdurchschnittliche hohe elektrische Wirkungsgrad beträgt 33 Prozent. Durch die Nutzung der Abgase erreicht das Kraftwerk zudem einen thermischen Wirkungsgrad von 47 Prozent. Die Anlage erreicht somit einen hohen Gesamtwirkungsgrad von rund 80 Prozent. Damit wird ein Großteil der eingesetzten Energie in Strom und Wärme umgesetzt. Holzgas Heizkraftwerk Senden – HGA Senden – Blue Energy Europe

Das Holz stammt aus der Wald- und Landschaftspflege, welches in drei Silos von rund 13 Metern Höhe wird das Holz gelagert wird. In einem vierten Silo werden die Hackschnitzel getrocknet. Der Holzvergaser selbst ist ein Stahlbehälter von etwa drei Metern Durchmesser und 11 Metern Höhe. Die beiden Gasmotoren, zwei Block-Heizkraftwerke (BHKW), werden stromgeführt betrieben und erzeugen Strom für rund 10.000 Haushalte mittlerer Größe. Die Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Wärme stellt die Grundlastversorgung der Städte Neu-Ulm und Senden dar.

Das Team der Blue Energy Europe um Jochen Sautter aus Ulm wird den Betrieb der HGA Senden optimieren und die Leistung der Anlage erhöhen. Damit wird der Betrieb auf einem kontinuierlich hohen Niveau stabilisiert.

 

Die wesentlichen Vorteile der HGA Senden

  • Zukunftsweisende Anlagentechnik
  • Hoher Gesamt-Wirkungsgrad von 80%
  • Hoher Wirkungsgrad von 33% elektrisch
  • EEG-Vergütung für den Strom bis 2032
  • Durch die Möglichkeit andere Einsatzstoffe einzusetzen, besteht ein wirtschaftliches Konzept auch nach Ende der EEG-geförderten Zeit
  • Wärmeliefervertrag mit den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm bis 2032 mit Verlängerungsmöglichkeiten
  • Dienstleistungsvertrag mit der SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm für den Betrieb der Anlage
  • Bestehende Biomasselieferverträge können fortgeführt werden – Die Versorgungssicherheit war bisher zu jeder Zeit gewährleistet
  • Die Biomassevergasung hat ein enormes Potential
  • Der Erwerb konnte zu günstigen Konditionen stattfinden – damit enormes Wertsteigerungspotential
  • Die bereits realisierten Optimierungsmaßnahmen greifen inzwischen
  • Weitere Optimierungsmaßnahmen werden derzeit geplant
Elektrische Leistung: 4.960 kWel
BHKW je (2 St.) 2.115 kWel
ORC    727 kWel
Thermische Leistung Fernwärme: 7.000 kWth
Feuerungswärme-
leistung vor Trockner:
13.500 kWth
Feuerungswärmeleistung Vergaser: 15.100 kW
Brennstoffdurchsatz: 6,1 t/h bzw.
ca. 45.000 t/a
Anlieferung: ca. 10 LKW Holzhackschnitzel pro Tag
Wirkungsgrad elektrisch:

Wirkungsgrad thermisch:

Wirkungsgrad gesamt:

33 %

47 %

80 %