Optimierung des Holzvergasungs-Heizkraftwerks in Senden

Deutschlands größte Holzvergasungsanlage ist seit Jahresanfang in neuen Händen: Die Blue Energy Europe, ein Spezialist für »Upcycling« von Biomasseanlagen, hat das schlecht aus den Startlöchern gekommene Heizkraftwerk in Senden bei Ulm übernommen. Mit mehreren Optimierungsmaßnahmen soll das Kraftwerk jetzt in die Gewinnzone geführt werden.

So eine Anlage stillegen zu müssen und dafür etwas Neues zu bauen, wäre eine gigantische Ressourcenverschwendung «, sagt Jochen Sautter aus Blaustein, Geschäftsführer der Blue Energy Europe GmbH. Sein Unternehmen, respektive die eigens hierfür gegründete Tochterfirma Blue Energy Syngas GmbH, hat zum Stichtag 1. Januar 2018 das Holzvergasungs-Heizkraftwerk(-HGA) in Senden bei Ulm übernommen.

Wie Sautter schildert, sei es den Stadtwerken wichtig gewesen, dass ein regionaler Investor einsteigt, die Lieferung von grüner Fernwärme aufrechterhalten und die 14 betroffenen Mitarbeiter übernommen werden. Diese Anforderungen habe Blue Energy Europe erfüllen können. »Der Betrieb der Anlage erfordert ganz spezielles Know-how«, betont der Firmenchef. Neben dem Kaufvertrag für das Heizkraftwerk seien deshalb ein Wärmeliefer- und ein Dienstleistungsvertrag geschlossen worden. Im Letztgenannten sei festgehalten, dass die SWU vorerst drei Jahre lang – mit Verlängerungsoption – die Anlage weiter betreiben. Der Wärmeliefervertrag laufe 15 Jahre lang. Im Jahr 2032 endet die EEG-Vergütung des eingespeisten Stroms nach Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) 2009. Die Anlage erhält den Technologiebonus von 2,0 Ct/kWh und 4,0 Ct Nawaro-Bonus für den Einsatz von Waldrestholz. Anlässlich des Baus des Holzgas-HKW wurde in Senden ein neues Wärmenetz aufgebaut und eine 6 km lange Verbindungsleitung von Senden zum bestehenden Fernwärmenetz von Neu-Ulm verlegt.

Blue Energy Europe ist ein Projektentwicklungs-Unternehmen aus Ulm. »Wir suchen bewusst Anlagen mit Handicap«, sagt Sautter. Solche Anlagen mit einem »Upcycling« in die Wirtschaftlichkeit zu führen – darauf habe sich das Unternehmen spezialisiert. »Hierfür bringen wir Kapital und Know-how mit«, so der Finanzfachwirt. Die Projekte müssten einwandfrei in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz sein und sollten möglichst ohne Subventionen auskommen können. Im Bereich Biomasse bedeute das oftmals, günstige Brennstoffe einzusetzen. Bei der in Senden angewandten Technik hebt Sautter das theoretische Potenzial hervor, »Stoffe verwerten zu können, die entsorgt werden müssen«. Dabei meint er z. B. Klärschlamm: »Bei der Vergasung wird der darin enthaltene Phosphor nicht oxidiert und kann rückgewonnen werden.«

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Über Blue Energy Europe

Blue Energy Europe sieht es als Kern-Aufgabe des Unternehmens, an der Reduktion der CO2-Emissionen mitzuwirken. Blue Energy Europe GmbH mit deren Geschäftsführer Herbert Heinz aus Friedberg und Jochen Sautter Blaustein bei Ulm sind auf die Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen Energie-Infrastruktur-Projekten spezialisiert.

„Energie nachhaltig und ökologisch zu erzeugen, um diese dann sparsam zu verwenden, sind wir den kommenden Generationen schuldig.“ – Jochen Sautter Blaustein, Geschäftsführer der Blue Energy Europe. Die Philosophie der Blue Energy Gruppe ist maßgeblich von einer ganzheitlichen Umweltethik geprägt. Wir sind auf die Optimierung und Entwicklung von nachhaltigen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert.

Das Leitmotto ist: Blue Energy Europe – Entwicklung & Optimierung von Energieprojekten

Autor: Jochen Sautter Blaustein bei Ulm